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24.04.2012 Männer 1 - Kleiner Coup beim Meister

Die Württembergliga-Handballer des TV Altenstadt haben mit dem 30:30 bei der SG Lauterstein ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt. Der TVA kann nicht mehr direkt absteigen, es droht nur noch die Relegation.

Die SG Lauterstein kann vom ersten Platz in der Nordstaffel der Württemberg-Liga nicht mehr verdrängt werden. Das Unentschieden im Derby gegen den TV Altenstadt reichte den Lautersteinern zur inoffiziellen Staffelmeisterschaft.

In der gut gefüllten Kreuzberghalle sahen die Zuschauer ein intensives und umkämpftes Spiel, in das der TV Altenstadt viel Kampfgeist und mehr Siegeswillen investierte als die Heimmannschaft. So blieb das Geburtstagsgeschenk der Gelb-Blauen an ihren Trainer Lars-Henrik Walther unvollständig. Die in dieser Saison makellose Heimbilanz erhielt im fünfzehnten Spiel den ersten Kratzer.

Im Gegensatz zur Spitze herrscht in der unteren Tabellenhälfte vor dem letzten Spieltag wenigstens noch etwas Spannung. Zwar stehen die vier direkten Absteiger fest, darunter aus dem Stauferland die SG Lauter. Vier Vereinen droht aber die Abstiegsrelegation. Altenstadt wäre als Zwölfter davon betroffen, wenn die Mannschaften auf den Plätzen neun bis elf ihre Spiele gewinnen. Hier hofft der TVA auf Schützenhilfe der SGL bei den Sportfreunden Schwaikheim, die einen Punkt vor den Altenstädtern liegen.

Die Begegnung hatte großen Unterhaltungswert. Nach 70 Sekunden führte Lauterstein 2:0. Die von Trainer Ingo Tippl gut eingestellten Gäste ließen sich davon nicht beeindrucken und hielten dagegen. Sie glichen aus und störten mit ihrer aggressiven Abwehr die gelb-blauen Angreifer energisch. Hinten tat sich die SGL gegen die beweglichen Altenstädter schwer. Besonders Christian Dittmann, Manuel Feitz und Jörn Bausch setzten sich immer wieder erfolgreich durch. Bis zum 7:7 glich Altenstadt regelmäßig aus. Nach knapp 20 Minuten hatte sich Lauterstein einen Drei-Tore-Vorsprung (12:9) herausgespielt. Der hielt nur fünf Minuten. Beim 14:14 lag der TVA wieder gleichauf.

Symptomatisch für viele Lautersteiner Konzentrationsschwächen war die letzte Minute vor der Halbzeit. Die Gelb-Blauen führten 17:15, doch bis es in die Kabinen ging, hatten sie sich noch zwei Tore zum 17:17 eingefangen.

Der Auftakt in den zweiten Durchgang ließ Altenstadts Anhänger jubeln. Nicht der Tabellenführer legte vor, sondern die abstiegsgefährdeten Gäste. Sechs Minuten lang kam vom Primus nichts Zählbares. Schwache Würfe, ungenaue Zuspiele und verstolperte Bälle brachten den TVA 22:19 nach vorne. Erst nach 50 Minuten hatte Lauterstein zum 25:25 wieder ausgeglichen.

Die letzten zehn Minuten kosteten beiderseits Nerven. Beim 27:26 wehrte Matthias Nagel einen Siebenmeter ab. Im Gegenzug verloren die Gelb-Blauen den Ball. Es folgte ein schnelles Tor für den TVA und Nagels Glanztat war Makulatur. In der Endphase führte Altenstadt 29:28 und 30:29. Beide Führungen glich Lauterstein aus. Durch einen Freiwurf zum Ende der regulären Spielzeit bekamen die Gäste noch die Chance zum Siegtreffer. Altenstadts Angreifer zirkelte den Ball scharf am Vier-Mann-Block vorbei. Matthias Nagel im Tor rettete mit einem starken Reflex der SGL das Unentschieden und damit die Staffelmeisterschaft.

SG Lauterstein: Marius Nagel, Matthias Nagel - Distel (2), Grupp (10/5), Köller, Kranz (1), Lackinger (4), Maichel (1), Jochen Nägele (4/1), Steffen Nägele (1), Schnepf (3), Christian Stuber, Markus Stuber (3), Thrun (1).

TV Altenstadt: Güclü, Schäfer - Dittmann (7), Gallo (5/3), Schade, Janz (1), Glöckler (1), Johannes Schiffmann (2), Feitz (7), Engin Eroglu, Coppola (2), Jetter (1), Bosch, Bausch (4).

27.03.2012 Frauen - Punktgewinn in letzter Sekunde

Mit dem 22:22 (10:12) gegen den TV Holzheim II feierten die Bezirksliga-Handballerinnen des TV Altenstadt einen einigermaßen gelungenen Saisonausstand.

Beim TVA fehlte neben der Langzeitverletzten Natalie Schade weiter Lisa Hagmayer, dafür spielte Julia Grimann wieder mit und machte ihre Sache am Kreis sehr gut. Das Spiel war geprägt von technischen Fehlern, vor allem aber von vergebenen Großchancen des TVA.

So lagen die Gäste über weite Strecken immer mit ein bis drei Toren in Führung. So auch in der hektischen Schlussphase, als der TVA zum 20:20 ausglich, danach aber viermal frei vor dem Tor verwarf. Fast zwangsläufig ging Holzheim zweimal in Führung, und erneut vergab der TVA gute Chancen einschließlich eines Siebenmeter.

Als Holzheim sich schon über zwei Punkte freute, kamen die Altenstädterinnen 15 Sekunden vor Ultimo dank einer Großtat von Torfrau Annika Grimann in Ballbesitz und trafen unmittelbar vor dem Schlusspfiff zum Ausgleich.

27.03.2012 Männer 1b - In Schlussphase fehlt das Glück

Absteiger TV Altenstadt II hat sich mit einem 23:25 gegen die SG Lauter II aus der Handball-Bezirksliga verabschiedet.

Bis zum 4:4 hielt der TVA mit, dann bekam die Abwehr Probleme und der Angriff vergab Chancen. So zog die SG auf 13:8 davon. Die Hereinnahme von Philipp Steck und Pascal Reuter machte sich positiv bemerkbar, bis zur Pause verkürzte der TVA auf 12:15. In Hälfte zwei zog der Gast schnell auf 21:15 weg.

Eine Überzahl war der Anlass, dass der TVA auf offensive Deckung umstellte und auf 21:22 verkürzte. In der Schlussphase fehlte etwas das Glück, um doch noch einen Punkt zu holen.


26.03.2012 Männer 1 - Erfolgsserie endet in einem Debakel

Nach zuletzt überzeugenden Auftritten wurden die Württembergliga-Handballer des TV Altenstadt vom TSB Gmünd beim 37:22 auseinandergenommen.

Das Gastspiel in Gmünd war von Anfang an eine klare Angelegenheit für die Hausherren. Eine schnelle 3:0-Führung bauten sie stetig weiter aus und gerieten bis zum 18:11 Halbzeitstand nie in Gefahr.

Der TSB-Rückraum mit Tobias, Boizesan und Czypull machte mächtig Druck auf die TVA-Abwehr, die diese Spieler oft nicht zu fassen bekam. Schloss der Gmünder Rückraum nicht selbst ab, gelangen meist schöne Pässe auf die Außen Negwer und J. Frey oder Kreisläufer Schamberger. Altenstadt fand nie zu seinem offensiven Abwehrspiel, das die Kreise des Rückraums und Spielmachers oft früh unterbindet. So durften die Hausherren ihre Spielzüge meist zu Ende spielen und auf allen Positionen abschließen. Gegen diese Würfe aus aussichtsreichen Positionen waren dann auch die Torhüter Schäfer und später Seibold meist machtlos.

Nach seiner Verletzungspause stand dem TVA im halbrechten Rückraum wieder Christian Dittmann zur Verfügung, der aber mit der massiven Abwehr des TSB keinen Aufbaugegner bekam. Dominik Gallo fehlte aus beruflichen Gründen, so war vor allem Manuel Feitz auf Halblinks gefordert. Der übersprang die Gmünder Abwehr nicht, setzte sich mit schnellen Körpertäuschungen aber oft durch oder wurde siebenmeterreif gebremst. Die Altenstädter suchten auch mit Anspielen durch die Abwehr den Weg zu Kreisläufer Coppola, der ebenfalls einige Siebenmeter herausholte. Die vielen fälligen Strafwürfe verwandelte Feitz allesamt.

Die zweite Hälfte war ein Abbild der ersten. Den Gästen gelangen wieder nur elf Treffer gegen die an diesem Tag fast unüberwindbare Abwehr des TSB. Der Abschluss war meist nur in Bedrängnis möglich, so flogen die Bälle am Tor vorbei oder waren leichte Beute für den unterforderten Torhüter Fabian. In der 40. Minute verließ Coppola nach seiner dritten Zeitstrafe, begleitet vom Geschrei der Gmünder Fans, das Feld. Danach wurde es schnell ruhig in der Halle, da das Spiel beim 27:17 längst entschieden war und der TSB mit riskanten Anspielen zu experimentieren begann.

TVA-Trainer Ingo Tippl testete, als das Spiel endgültig verloren war, verschiedene Formationen im Angriffsspiel, die aber allesamt keinen besseren Erfolg erzielten. Beim deutlichen Abstand, der bis zum Endstand auf 15 Tore anwuchs, wurden in der Schlussphase auch Torjäger Feitz und Dittmann geschont.

Die Mannschaft muss diesen desolaten Auftritt schnell abhaken und sich in der anstehenden langen Osterpause wieder auf die Stärken besinnen, die die letzten Erfolge möglich machten. Erst am Mittwoch, 11. April, folgt das Nachholspiel beim TV Flein. Ein Erfolg des TVA in Gmünd war ohnehin nicht eingeplant. Allerdings müssen die Altenstädter jetzt wieder punkten, um vom sicheren zehnten Tabellenplatz nicht weiter abzurutschen.

TVA: Schäfer, Seibold - Schade (1), Janz (1), Glöckler (1), Eroglu (2), Jetter, Johannes Schiffmann, Feitz (14/8), Coppola, Bosch, Heinze, Andreas Schiffmann, Dittmann (3).